Chef der Luzerner Polizei korrupt?
Beat Henseler, Kommandant der Kantonspolizei Luzern und Präsident der Schweizerischen Konferenz der Polizeikommandanten wird von 10vor10 verdächtigt Video-Beweis-Material manipuliert zu haben. 
Beat Henseler
Wenn ich diese Geschichte jetzt auf 20 Minuten Online lese kommen mir Erinnerungen. Ich habe im Rahmen meiner Funktion als Vorstandsmitglied der SRG Idée Suisse Luzern am Tag nach diesem Vorfall, also am 6.5.2005 die Kantonspolizei besucht. Im Rahmen der Referate die gehalten wurden sprach auch Beat Henseler zu uns. Er sagte, sichtlich nervös, dass gerade gestern eine Vorfall passiert sei, welcher ein wichtiges Beispiel für die Zusammenarbeit mit den Medien sein würde. Als erste überhaupt, wurde uns das Einsatzvideo von Arth gezeigt. Bevor es am nächsten Tag an die Medien übergeben wurde. Auf dem Video war nichts zu sehen was die Polizisten belasten würde, was auch immer betont wurde. Aus heutiger Sicht muss ich nachdenken. Warum wurde uns dieses Video präsentiert und so viel Wert darauf gelegt, dass man der Polizei darauf nichts nachweisen kann? Warum wurde uns (einer Gruppe von Rentnern und mir) dieses Video als Primeur überhaupt gezeigt? Wollte man an uns testen, ob wir auf die Fälschung reinfallen würden? Wenn ich heute den folgenden Artikel lese, muss ich rein vom Bauchgefühl her sagen, dass etwas an der Sache stinkt. Auch wenn wir gerne glauben würden, dass unsere Bullen nicht korrupt sind, ich glaube an dieser Sache ist was faul.
Die umstrittene Verhaftungsaktion in Arth im Kanton Schwyz vor knapp drei Jahren zieht weitere Kreise: Die Zugriffssequenz wurde offenbar im Nachhinein aus dem Video der Aktion entfernt. Jetzt sollen Köpfe rollen ...
Ins Visier der Justiz geraten ist nun der Präsident der Konferenz der Kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz (KKPKS) und Luzerner Polizeikommandant Beat Hensler. Bei einer Videoaufnahme der Verhaftungsaktion fehlte offenbar eine Sequenz wie die Sendung «10 vor 10» am Mittwochabend vorab bekannt gab. Der zuständige Schwyzer Untersuchungsrichter Georg Boller bestätigte auf Anfrage von «10 vor 10», dass er ein Gutachten zur Video-Aufnahme in Auftrag gebe, weil eine Manipulation nicht auszuschliessen sei. Als involvierte Partei machte die Luzerner Kantonspolizei keine Angaben.
Angehörige der Sondereinheit Luchs der Luzerner Kantonspolizei hatten am 5. Juni 2005 in Arth zwei unschuldigen Männer festgenommen. Sie mussten nach der Polizeiaktion mehrere Tage ins Spital und erstatteten anschliessend Strafanzeige. Eine gegen die involvierten Polizisten eröffnete Strafuntersuchung war im vergangenen Jahr teilweise eingestellt worden. Die Polizei hatte laut dem Verhöramt Schwyz zwar verhältnismässig gehandelt, der Vorwurf der Unterlassung der Nothilfe ist aber noch nicht vom Tisch.
Quelle: AP Hier das Video von 10vor10
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